So surft es sich mit 384 kbit/s

384 kbit/s ought to be enough for anybody – oder wie war das? Wie rasant 384.000 Zustände pro Sekunde tatsächlich sind, zeigt die folgende Simulation:

Auf dem Video zu sehen ist übrigens Fedora 18 mit leerem Firefox-Profil. Um diese Höchstgeschwindigkeiten erzielen zu können, ist auf der Prozessebene im Moment zum Glück noch Trickle zuständig, was sich jedoch bald ändern könnte. Stichwort: DSL-Drosselung.

Frohe Weihnachten!

Fühlt sich so an, als hätten wir den prophezeiten Weltuntergang überlegt. Cool. Deshalb: Frohe Weihnachten und einen schönen Start in ein erfolgreiches, neues Jahr 2013. Das (und noch viel mehr) wünscht Euch reModding.de!

Was erwartet Dich im kommenden Jahr? Schreib mir über Twitter, Facebook oder über die Kommentarfunktion hier im Blog, was Dich im kommenden Jahr mit hoher wahrscheinlichkeit bevorsteht und begegnen wird. Ich bin gespannt!

SSD-Optimierung: (Noch) mehr rausholen

SSD-Festplatten gibt es schon lange. Anfänglich mit hohem Preis für wenig Speicherkapazität und niedriger Lebensdauer haben die Hersteller die Mankos mittlerweile insoweit verbessert, dass aktuelle SSDs eine echte Alternative zu den traditionellen HDDs darstellen. Laut Tests und Herstellerangaben sollten die aktuellen Halbleiterlaufwerke im Durchschnitt die ersten drei bis fünf Jahre locker überstehen können. Der Preis liegt im Moment bei einer 180 GB großen Intel 330 zwischen 120 € und 140 €. Wer mehr braucht, greift auf einen RAID-Verbund oder auf zusätzliche HDDs, zum Beispiel für selten gebrauchte Daten, zurück. Um den Speicherplatz dennoch optimal zu nutzen, gibt es ein paar einfache Tricks, die jeder leicht befolgen kann. Weiterlesen

Heise.de offline: DDoS über eine DNS Amplification Attack

Am gestrigen Donnerstag (23. August) war nach eigenen Angaben Heise.de zwischen 14 und 15 Uhr nicht erreichbar. Begründet wurde dies durch einen bisher eher seltenen Fall von DDoS, die sogenannte DNS Amplification Attack. Bei diesem illegalen Angriff werden offene, rekursiv auflösende Nameserver dazu missbraucht, eine Vielzahl an UDP-Paketen als DNS-Antworten an einen Host zu senden, der nie entsprechende Anfragen gestellt hat. Dies geschieht über Requests mit gefakter Absender-IP.
Der durch eine solche Attacke entstandene Traffic legte laut Angaben von Heise die Router des Hosters lahm.

Für Nameserverbetreiber empfiehlt es sich, den Dienst nur für vertrauliche Clients freizuschalten – beispielsweise bereits auf Firewallebene auf ein privates Subnetz zu limitieren. Wer nicht ganz so weit gehen möchte, kann auch rekursive Antworten für die Öffentlichkeit deaktivieren – wenn trotzdem ein Record einer Zone angefragt wird, die nicht lokal definiert wurde, muss man sich mit iterativer Namensauflösung zufrieden stellen. Dabei werden keine Records im eigentlichen Sinn zurückgeliefert, sondern lediglich IP-Adressen von anderen Nameservern, welche die angeforderten Daten bereitstellen.

Bei Bind kann man dieses Verhalten übrigens so konfigurieren:

// Wenn bestimmte Netze in der Bind-Konfiguration häufiger
// verwendet werden, lohnt es sich, hierzu eine ACL anzulegen:
acl "trusted" {
  10.25.0.0/16;
  192.168.178.0/24;
  127.0.0.1;
  ::1;
}

options {
  // ...
  // Hier werden rekursive Anfragen nur für die angegebene ACL
  // erlaubt:
  allow-recursion { trusted; };
  // ...
}

Onlineshop: Preisaufschlag für IE7-Nutzer

Ein australischer Onlineshop hat angekündigt, künftig einen Aufschlag in Höhe von 6,8% für Bestellungen zu berechnen, die von IE7-Nutzern getätigt wurden. Da die Anpassung der Website an den “extrem alten” Internet Explorer 7 sehr zeitaufwändig sei, versucht dieser Onlineshop nun mit dieser Maßnahme, seine Besucher zu neumodischeren Browsern zu drängen (Golem.de berichtete).

Web-Entwickler werden diese “IE7-Steuer” begrüßen – und aufgrund des PR-Wirbels schlägt der Onlineshop gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Thunderbird: User-Agent von Mailclients anzeigen

Ich finde es ganz interessant zu sehen, welchen Mailclient mein Gesprächspartner benutzt – beispielsweise um einen Mutt-User nicht mit überlangen HTML-Mails zu plagen. Die meisten MUAs (Mail User Agents) senden, analog zu Webbrowsern, einen eindeutigen User-Agent mit. Um diesen anzuzeigen, muss in der Konfiguration von Thunderbird (about:config, aufrufbar in den “Einstellungen” unter “Erweitert”, Tab “Allgemein”, “Konfiguration bearbeiten…”) der Wert “mailnews.headers.showUserAgent” durch einen Doppelklick auf “true” gesetzt werden. Spätestens nach einem Neustart von Thunderbird sieht das dann in etwa so aus:

IETF: Hotel-WLAN-Tuning der Oberklasse

Während in den letzten Jahren der Ottonormalhotelgast meist nur ein WLAN-fähiges Gerät mit auf die Reise nahm, in der Regel sein Notebook, sind es heutzutage oftmals mehrere: Notebook, Smartphone, Webradio, Tablet, … Dass dadurch die Ansprüche an Hotel-WLANs enorm gestiegen sind, ist absehbar. Diesen nicht gerecht zu werden, verkauft sich aber eher schlecht, wie nun ein Hotel in Paris erfahren musste.

Diese Woche bezogen nämlich Teilnehmer einer Tagung des IETF (Internet Engineering Task Force) das Hotel Concorde La Fayette. Wie Golem.de berichtete, sank kurz nach dem Eintreffen der ersten Gäste die schnurlose Netzwerkanbindung rapide. Ethernet war auch keine Alternative, da in vielen Hotels die Kabel genauso für das Fernsehgerät verwendet werden würden, und deshalb die Bandbreite sehr eingeschränkt wäre. Auch wichtige Ports, wie beispielsweise für VPN-Clients, sollen gesperrt gewesen sein. Technischer K.O. also für das Hotel und dessen Gäste. Weiterlesen

Stadt München: Weniger Problemfälle seit Linux-Umstellung

Seit Beginn der Umstellung von ca. 15 000 Verwaltungsarbeitsplätzen der Stadt München von Windows auf Linux würden weniger Problemfälle als unter Zeiten von Windows NT auftreten, so ein Schreiben von OB Christian Ude, das in der städtischen Publikation Rathaus Umschau (Ausgabe vom 19. März) nachzulesen ist:

“Nach Auskunft einzelner Administratoren ist es aber bereits jetzt so, dass bei Limux Arbeitsplätzen weniger Störungen pro Monat gemeldet werden, als früher unter dem seit Jahren betriebenen Windows NT.”

Trotz Steigerung von 1 500 auf 9 500 Arbeitsplätze sei außerdem die Zahl der Störungen von 70 auf 46 pro Monat gesenkt worden. Durch den Wegfall von Lizenzkosten konnten außerdem bereits etwa 4 Millionen Euro eingespart werden.

“LiMux – Die IT-Evolution”, so lautet der Titel eines Projekts der Stadtverwaltung München, durch welches kommerzielle Software auf Verwaltungsrechnern größtenteils durch freie Software ersetzt werden soll. Im Zuge dessen erschien auch die gleichnamige Distribution, die auf Ubuntu 10.04 LTS basiert und OpenOffice, Thunderbird und Firefox mitliefert.

Weitere Informationen:

Quelle: Golem.de