eMails mit Sendmail per Console verschicken

Es ist einfacher als Windows 7 auf einem Discounter-PC zu installieren: Mailen mit Sendmail.

Dazu schnappen wir uns eine einfache Linux-Console, loggen uns ein und tippen den Befehl “sendmail -t” ein. Nun haben wir schon den Urvater aller eMail-Clients gestartet, jedoch noch nicht unser Ziel erreicht. Normalerweise springt jetzt der Cursor in eine neue, leere Zeile. Das ist so gewollt und richtig. Denn nun schreiben wir uns unsere eMail, mit Header und allem. Nostalgie pur!
sendmail

$> su root
Passwort:
#> sendmail -t
To: EMPFÄNGER
From: ABSENDER
Subject: Irgendein Test-Betreff...

Ich wollte nur mal eben Hallo sagen ;-)

Eigentlich alles selbsterklärend: “To:” beschreibt den Empfänger, “From:” den Absender, “Subject:” den Betreff, … und irgendwelche weitere optionale eMail-Header. Nach einer Leerzeile (nicht vergessen!) folgt der eMail-Inhalt. Nachdem wir fertig geschrieben haben, drücken wir STRG + D und versenden damit unsere eMail. Schon einen Moment später können wir unsere eMail lesen :-)

Wenn nicht, kann es daran liegen, dass der Sendmail-Port von der Firewall blockiert wird. Verschickt man die eMail von einem Computer mit dynamischer IP-Adresse (wie es unter Anderem bei PCs zu Hause gewöhnlicherweise der Fall ist), kann es auch vorkommen, dass sich der Zielmailserver gegen diese IP stur stellt.

Hinweis!

Das Versenden über Sendmail ist nicht ganz ungefährlich. Das Eingeben von zum Beispiel falscher Absenderdaten könnte rechtliche Folgen haben, da man die jeweilige eMail unter einer “anderen Identität” verschickt. Manche Provider verbieten das auch von Haus aus in ihren AGB. Für den Missbrauch von Sendmail übernehme ich selbstverständlich keine Haftung.

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